kurze Einführung

Das Kammweben ist wie das Brettchenweben eine Möglichkeit Leinen und Wolle zu verarbeiten. Nach der Breite des Kammes richtet sich die Breite des Bandes. Natürlich nur, wenn man den kompletten Kamm mit Fäden aufgezogen hat.

Im Gegensatz zum Brettchenweben entscheidet man sich schon beim Aufziehen der Fäden für ein Muster. Durch die Löcher in der Mitte des Kammes und den Schlitzen, die sich abwechselnd neben jedem Loch befinden, entstehen zwei Kettreihen, wovon die Kettreihe in den Schlitzen variabel nach oben oder nach unten verschoben werden kann und die Kettreihe in den Löchern fest an einem Punkt bleibt. Durch den Schussfaden, den man später nicht mehr sieht, entsteht dann ein Gewebe: Eine Leinwandbindung.

Beim Kammweben kann man durch die zwei Kettreihen nur zwischen quer gestreift und längs gestreift variieren, es sei denn, man schließt absichtlich bestimmte einzelne Fäden aus dem Webvorgang aus, dann sind auch diagonale Linien und so z.B. Rauten möglich.

Je nach der Dicke der Wolle, bzw. des Leinens schafft man einen Meter Band in ungefähr 1 ½ Stunden, allerdings ist das Aufziehen genauso nervtötend wie das Aufziehen von Brettchen.


Meine Kammwebbegeisterung begann auf dem Burgfest in Brome 2005. Eine nette Dame führte im Zuge des lebendigen Museums in der Burg Brettchen- und Kammweben vor.

Beispiele von kammgewebten Bändern



Literatur dazu gibt es u.a. im Leopold Stocker Verlag. Der Titel ist "Bunte Bänder handgewebt" von Elfriede Rottenbacher und beschäftigt sich mit Kamm- und Brettchenweberei


zusammengefaßt von Esclarmonde de Foix